Davon kann leider fast jeder ein Lied singen: Ob im Urlaub oder im Kaufhausgetümmel, man bummelt gemütlich umher und ist von den vielen schönen Dingen um einen ganz abgelenkt – da merkt man plötzlich, dass das Portemonnaie, der Tascheninhalt oder sogar die ganze Tasche verschwunden ist. Der Ärger ist in einer solchen Situation vorprogrammiert, denn nicht nur, dass einem materielle und/oder ideelle (Wert-)Gegenstände entwendet wurden, auch der Unmut darüber, mit welchen Tricks der Dieb einen erleichtert hat, ist groß.

In loser Folge stellt James Ihnen die geschicktesten Methoden vor, wie man durch Ablenkung an Ihr Hab und Gut kommt.

1. Erwachsene oder Kinder halten Ihnen ein Schild mit der Bitte um Almosen unter die Nase. Während Sie überlegen, ob Sie etwas geben wollen, hat der Dieb sich schon unter dem Schutz des Schilds an Ihrer Jacke oder Tasche bedient. Diese Methode wird gerne in Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen angewendet.

2. Der Dieb kleckert ‚aus Versehen’ Eis oder Ketchup auf Ihre Jacke. Während er versucht, Ihnen bei der Reinigung behilflich zu sein und sich wortreich entschuldigt, nutzt sein Komplize Ihre Ablenkung und beklaut Sie.  Beliebte Tatorte dieses Vorgehens sind Großveranstaltungen, Volksfeste und (Weihnachts-)Märkte.

 3. Der Täter kommt mit einem Stadtplan auf Sie zu und bittet um Hilfe. Während der Plan ausgebreitet wird und Sie sich auf der Karte orientieren, verdeckt diese seine Hände, die problemlos Hand- oder Bauchtaschen öffnen und Geld und Handy entwenden. Bevorzugtes Jagdrevier: Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen.

4. Dieser Trick wird häufig von Frauen ausgeführt: Sie haben Blumensträuße bei sich, von denen Sie einzelne Blumen zum Verkauf anbieten und ihnen regelrecht aufdrängen. Wenn Sie aus Gutmütigkeit zustimmen und in Ihrem Portemonnaie nach passendem Kleingeld suchen, greifen die Täter ins Scheinfach und bedienen sich an Ihrem großen Geld. Oftmals anzutreffen sind die Blumenverkäufer in Kneipen und Fußgängerzonen.

5. An Orten, wo viele Menschen sind wie Bus und Bahn, Fahrstuhl, Rolltreppen kommt diese Art des Diebstahls oft zum Einsatz, die oft von mehreren Tätern verübt wird. Sie kreisen ihr Opfer ein, indem einer vor und einer hinter dem Ahnungslosen geht. Plötzlich stoppt der vordere Täter, so dass das Opfer auf ihn stolpert. Während der Geschädigte sich für das Missgeschick entschuldigt, hat der andere Täter schon in dessen Taschen gegriffen.

6. Jemanden beim Geldwechseln zu bestehlen ist eine der beliebtesten Methoden, da man hier selten Verdacht schöpft, dass das Gegenüber etwas Böses ausheckt. Schließlich weiß jeder wie es ist, vor dem Supermarkt oder im Parkhaus kein Kleingeld für den Einkaufswagen oder das Ticket zu haben. Der Dieb nähert sich Ihnen also und gibt vor, eine Münze wechseln zu wollen. Während Sie nachsehen, ob Sie ihm helfen können, bietet er an, Sie zu unterstützen und legt seine Münze schon einmal in Ihr Kleingeldfach. Dabei greift er unbeachtet auch in das Scheinfach und bedient sich.

7. Gerne verwendet in Bus und Bahn: Das Opfer soweit bedrängen, das es sich vom Täter wegdreht – und ihm dabei seinen Rucksack oder seine Tasche wie auf dem Präsentierteller zuwendet.

8. Wer dies liest, kann sich kaum vorstellen, wie es unbemerkt funktionieren soll, aber die regelmäßige Anwendung dieser Methode spricht Bände: Der Taschendieb schlitzt mit einer Rasierklinge Rucksack, Handtasche oder sogar Gesäßtasche des Opfers auf und zieht mit den erbeuteten Gegenständen von dannen. Jagdrevier: Orte mit vielen Menschen, Schlangen, Gedränge.

9. Im Supermarkt können Langfinger auf die folgende Weise an den Inhalt Ihrer Tasche kommen. Sie bitten Sie, Ihnen bei der Suche eines bestimmten Artikels zu helfen – während der Täter oder ein Komplize den Moment nutzen und zuschlagen.

10. Passen Sie auf, wenn Sie im Zug sitzen und auf die Weiterfahrt warten, denn auch dort können Sie trickreich ausgeraubt werden. Ein Team aus zwei Dieben arbeitet hier zusammen. Einer steht draußen vor dem Zug und bittet lauthals und mit gestenreich um Hilfe oder Auskunft. Der andere Täter ist in der Zeit in den Zug gestiegen, läuft parallel zum draußen stehenden Kompagnon die Wagen ab und langt beim beschäftigten hilfsbereiten Opfer zu.

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