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INDUSTRIEVERSICHERUNGEN Freitag 21.01.2011
Spionagetatort Internet
Laut einer aktuellen Studie zum Thema Wirtschaftskriminalität nimmt die Gefahr durch das Internet für Mittelständler stetig zu. Es wird angenommen, dass rund 20% der Unternehmen bereits von Spionage betroffen waren – die Dunkelziffer dürfte sogar noch um einiges höher sein. Viele Firmen machen entstandene Schäden nicht publik, da sie die Bespitzelung an ihrem wertvollsten Gut getroffen hat: ihrem Wissen. Sie sind beschämt und fürchten um ihren guten Ruf.
Dabei hilft diese „Vertuschung“ ihnen nicht unbedingt weiter, denn so wird eine umfassende, firmeninterne Auseinandersetzung mit der Problematik und eine erfolgreiche Lösungssuche verhindert. Zudem ist es für die Täter durch die fehlende öffentliche Präsenz der Thematik – und damit mangelnder Handlungsdruck auf Politik und Strafverfolgung – einfacher, ihr Werk ungestört fortzusetzen.
Das grundsätzliche Problem in Unternehmen ist, dass zu wenig finanzielle Mittel zum Schutz des (Gedanken-)Gutes aufgewendet werden. Nur ein Drittel der deutschen Mittelständler hat ein Konzept, das Betriebsgeheimnisse und wichtige Daten vor Auskundschaftung durch ehemalige und derzeitige Mitarbeiter sowie Firmenfremde schützt. Dabei ist eine Beratung durch den Verfassungsschutz erst einmal kostenlos: Bei einem Sicherheitscheck wird das Unternehmen auf mögliche Schwachstellen untersucht und kann im Anschluss mit Hilfe eines privaten Sicherheitsberaters diese beseitigen.
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