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KRANKEN- UND UNFALLVERSICHERUNGEN Freitag 23.04.2010
Viele Familien unterschätzen das finanzielle Risiko, das mit der Pflegebedürftigkeit einhergeht
Wenn die Eltern, oder nur ein Elternteil, pflegebedürftig werden, kann dies richtig teuer werden. Entweder verbrauchen die Eltern dann ihr Angespartes, wenn vorhanden, oder die Kinder müssen einspringen. Da bringt die gesetzliche Pflegeversicherung auch nicht viel, die in den meisten Fällen höchstens € 150 pro Monat beträgt. Allerdings sind die Kosten für eine Vollzeitpflege für eine Person mindestens doppelt so hoch und wer seinen Eltern einen gewissen Standard ermöglichen möchte, kann mit Leichitgkeit € 3.000,- oder mehr pro Monat investieren. Eine Pflegezusatzversicherung kann helfen, diese Ausgaben zu minimieren.
Man kann zum Beispiel eine Pflegerentenversicherung abschließen. Das Höchstalter beträgt bei vielen Versicherern 75 Jahre. Je älter der Versicherte bei Abschluss des Vertrages ist, umso höher sind die monatlichen Beiträge. Frauen bezahlen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung höhere Beiträge als Männer. Der "Schadenfall", also der Leistungsbezug tritt bei Erreichen der Pflegestufe II oder III ein. Die Beiträge für die Pflegerentenversicherung bleiben konstant, da sie wie eine Lebensversicherung berechnet wird.
Eine andere Alternative ist der Abschluss einer Pflegekosten- oder Pflegetagegeldpolice, die wie die private Krankenversicherung kalkuliert werden. Bei steigenden Kosten gibt es steigende Beiträge. Der Versicherer übernimmt bei der Pflegekostenversicherungen einen bestimmten Prozentsatz der Kosten. Der Versicherte muss nachweisen, dass diese Kosten existieren. Dies hat den Nachteil, dass im Gegensatz zur Pflegerentenversicherung der Versicherte nicht das mit dem Geld machen kann, was er möchte. Die Pflegekostenversicherung wird nicht mehr häufig angeboten.
Der Abschluss einer Pflegezusatzpolice hängt von den individuellen Lebensumständen ab. Sollten Sie an einer Zusatzpolice interessiert sein, sollten Sie wissen, dass die Versicherer strenge Annahmebedingungen haben, wenn Sie zu alt sind oder schwere Erkrankungen haben, bekommen Sie entweder keine Zusatzpolice oder müssen hohe Aufschläge bezahlen.
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