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ALLGEMEIN       Dienstag 26.07.2011
Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig ist

 

Eine Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall ist elementar. Dennoch haben nur rund ein Viertel der Deutschen Haushalte einen solchen Schutz – vermutlich, weil Versicherer nach Prüfung und Bewertung des Gesundheitszustandes eines potenziellen Neukunden häufig Aufnahmeanträge ablehnen oder Vorgänge verkomplizieren. Ebenso fällt es vielen Kunden schwer, die unterschiedlichen Konditionen und Angebote der Versicherer miteinander zu vergleichen.
James hat einige Tipps, was Sie bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) beachten sollten:

1.    Bitte lassen Sie sich nicht primär vom Preis des Produkts beeinflussen. Bei einer günstigen Police werden Sie im Ernstfall wahrscheinlich nicht das an Leistung erhalten, was Sie benötigen. Schauen Sie stattdessen, ob die Versicherungsbedingungen zu Ihren Bedürfnissen passen und die Höhe der BU-Rente das für Sie angemessenes Niveau hat.
2.    Sollten Sie in einer Branche tätig sein, die für Sie mit großen Gefahren verbunden ist, erkundigen Sie sich nach Angeboten bei Versicherungsgesellschaften, die wenige Berufsgruppen in den Schutz einschließen. Da hier nicht nur risikoreichere sondern auch risikoärmere Beschäftigungen zusammengefasst sind, wird dadurch die Prämienhöhe für alle Tätigkeiten gesenkt.
3.    Auch für Hausfrauen oder –männer ist der Abschluss einer BU denkbar. Ebenso besteht aber auch die Möglichkeit, eine Unfallversicherung abzuschließen, die oftmals die günstigere Alternative ist.
4.    Um herauszufinden, wie hoch die Rente der Versicherung sein müsste, um die anfallenden Kosten zu decken, müssen Sie Ihre Versorgungslücke kennen. Diese ermitteln Sie, indem Sie von Ihrem Nettoeinkommen alle weiteren Einnahmen, zum Beispiel Kapitalerträge, Mieteinnahmen, gesetzliche Erwerbsminderungsrente etc., abziehen. Das Ergebnis ist die zu versichernde Summe, die Sie brauchen, um Ihren aktuellen Lebensstandard zu halten. In der Regel sind das rund 60% des Nettogehalts.
5.    Die optimale Versicherungslaufzeit ginge bis zum Beginn der gesetzlichen Rentenversicherung. Da dieses Modell jedoch sehr teuer ist, ist folgende Lösung denkbar: Sie schließen zwei Versicherungsverträge gleichzeitig ab von denen einer bis zum 60. Lebensjahr, der andere bis zum 67. läuft. Die Lücke zwischen den Policen kann durch angespartes Kapital geschlossen werden.
6.    Der volle Leistungsumfang wird vom Versicherer normalerweise ab 50% Berufsunfähigkeit erbracht. Dieses Modell ist in der Regel das sinnvollste.
7.    Eine interessante Tarifoption ist es, den Vertrag einjährig mit einer jährlichen Steigerung der laufenden Prämie zu kalkulieren. Auf diese Weise können Sie Ihre Police an das mit der Zeit steigende Gehalt anpassen.
8.    Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Tarif auf abstrakte Verweisungen verzichtet und Nachversicherungsgarantien beinhaltet. Ebenfalls sollten Sie sicherstellen, dass beispielsweise weltweite Deckung, rückwirkende Leistungserbringung und zinslose Stundung der Beiträge während der Leistungsprüfung gewährleistet werden. Haben Sie des Weiteren bitte ein Auge darauf, dass die Gesundheitsfragen zu ambulanten Behandlungen auf fünf bzw. für stationäre auf zehn Jahre beschränkt ist.

Für weiterführende Informationen können wir Ihnen einen neuen Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW mit dem Titel „Berufsunfähigkeit gezielt absichern“ empfehlen, der in den Infozentren oder auch auf der Internetseite erhältlich ist.










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