2. Unterversicherung

Auch wenn Sie das nicht gerne hören, Probleme, die im Schadenfall entstehen, sind sehr oft darauf zurück zu führen, dass Versicherungssummen selbst festgelegt werden, ohne zu prüfen, ob sie der realen Wirklichkeit entsprechen.

Wenn Sie einmal zusammenrechnen, welchen Wert Ihr Hausrat hat (siehe Summenermittlungsbogen Hausratversicherung), dann vergeht Ihnen vermutlich Hören und Sehen, wenn Sie damit die Versicherungssumme vergleichen, die Sie zur Zeit haben.

Warum ist das so wichtig? Die Versicherer haben einen schönen Ausdruck: Unterversicherung. Dies bedeutet, dass in einem Schadenfall folgende Rechnung gemacht wird:

Versicherungssumme € 50.000,-
---------------------------------------------   X  Schaden*= € 100.000,- ergibt  Entschädigung = € 50.000,-
Versicherungswert     € 100.000,- 

*in diesem Fall Totalschaden

Nun haben Sie den Schlamassel: Sie dachten Sie wären ausreichend versichert. Der Versicherer hat ein betriebswirtschaftlich sauberes Argument, indem er sagt, er habe nur die Prämie für € 50.000,- Versicherungssumme erhalten und nicht für die tatsächliche Versicherungssumme von € 100.000,-. Das ist keine Bösartigkeit des Versicherers, sondern ein Vertragsgrundsatz.

Was ist zu tun, um Unterversicherung zu vermeiden?

Es gibt einige Versicherungsprodukte, wo die Versicherungssumme dem Versicherungswert entsprechen muss, sonst wird im Schadenfall Unterversicherung angerechnet. Diese Produkte sind:

Folglich müssen Sie einmal im Jahr die Versicherungssummen mit Hilfe der James-Checklisten überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

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